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02.02.2012 11:01 von Kathleen Kinzer
Hessen
Die SPD will die umstrittene Liste gefährlicher Hunderassen abschaffen und mehr Wert auf die Sachkunde aller Hundehalter legen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die Partei am Mittwoch im Landtag eingebracht. Dem Entwurf nach soll diese Kenntnis im Umgang mit Hunden verpflichtend nachgewiesen werden. Dies blieb aber in der Debatte umstritten. Eine Markierungspflicht für Hunde mit Elektrochips wird dagegen von allen Fraktionen befürwortet. Hundehalter müssten sich Haftpflicht versichern, hieß es weiter...
Entnommen Odenwälder Echo 02.02.2012
Bereits mehrfach wurden wir von Kunden angesprochen, ob denn der Hundeführerschein wirklich kommt? Ich meine ja und siehe da....entsprechende Gesetzesentwürfe liegen dem Landtag schon vor und es ist absehbar, es ist nur noch eine Frage der Zeit oder einiger brisanter Vorfälle mit auffälligen Hunden, womöglich auch noch im Sommerloch der Boulevardpresse,dann wird der Hundeführerschein sicherlich Pflicht.
Ich persönlich fände einen Hundeführerschein wichtig und biete ihn darum in meiner Hundeschule seit diesem Jahr auch an. Wichtig ist er auch im Sinne unserer Hunde und nicht nur um die Weltbevölkerung vor „wilden Bestien“ zu schützen. Es ist teilweise haarsträubend, wie es um das Wissen rund um den Hund bestellt ist. Dies kann nicht im Sinne unseres „ach so vielgeliebten Vierbeiners sein“.
Wer sich wirklich für seinen Hund interessiert, der wird gerne Kompetenz und Fachwissen, rund um seinen Vierbeiner unter Beweis stellen wollen. Das dies mit Mühen verbunden ist, ist ein alter Hut.
Das Gesetze und Vorschriften, immer auch mit Härtefällen, Ungerechtigkeiten und Kompromissen einhergehen, ebenfalls.
Doch ist es nicht besser ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu lamentieren?
Sicher wird der Hundeführerschein nicht alles Elend aus der Hundewelt schaffen und es wird weiter beratungsresistente Hundehalter geben oder scheinbar Superschlaue, die irgendwelche Schlupflöcher finden, um Regelungen zu umgehen. Die allein seeligmachende Lösung ist der Hundeführerschein sicher genauso wenig, wie die Illusion von der „Steuererklärung die auf den Bierdeckel passt.“
Es bleibt zu hoffen, dass nicht alleine Anzugträger am runden Tisch entscheiden, sondern Fachleute aus den verschiedensten Bereichen befragt werden, welche Aspekte dabei alles zu bedenken sind.
Wer sich mit dieser Hoffnung nicht zufrieden geben mag, fängt schon mal an zu trainieren. Unsere Hundeschule bietet Vorbereitungskurse zum BHV-Hundeführerschein an. Ich selbst, werde mich jedenfalls, neben vielen anderen Weiterbildungen, dieses Jahr mit meinen Hunden, dieser Heraus- und Anforderung stellen und den Hundeführerschein ablegen.
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Kommentar von Silke Schmidt | 02.02.2012
Das seh' ich ganz genauso, Frau Kinzer. Sicher löst ein Hundeführerschein nicht alle Probleme, und "Superschlaue", die ihn umgehen wollen (und dafür mehr oder minder kreative Wege finden), wird es auch immer geben. Aber vielleicht denkt dann ja doch der eine oder andere nochmal gründlich nach, bevor er sich einen Hund holt. In Österreich ist der Sachkundenachweis schon längst Pflicht, in der Schweiz glaub' ich auch. Und ich glaube nicht, dass auch hier in Deutschland irgendein verantwortungsbewusster Hundehalter was dagegen hat, ihn abzulegen.
Mosern werden wohl hauptsächlich die, auf die das Attribut "verantwortungsbewusst" eher nicht zutrifft - oder jene, für die ein Hund mehr ein schickes "Accessoire" ist als ein Lebewesen mit Bedürfnissen, die es so gut wie möglich zu kennen und zu erfüllen gilt. Vielleicht reduziert der Hundeführerschein auch endlich mal die Zahl der notorischen Tut-nixe und Nur-Spielen-Woller, deren Herrchen/Frauchen ihren Hund nicht mal für 'ne Minute anleinen wollen, auch wenn ihnen Menschen mit Kindern oder ggf anderen Hunden entgegen kommen. Mich persönlich nervt es kolossal, wenn manche nicht einsehen, dass andere Leute vielleicht Angst vor Hunden haben (möglicherweise, weil sie schon mal von einem Tut-nix gebissen wurden).
Oder wenn sie nicht kapieren, dass andere Leute mit ihren Hunden ernsthaft arbeiten, um ihnen z.B. ein Fehlverhalten abzutrainieren - und die das dann durch Nicht-Anleinen oder noch nichtmal Abrufen (und, ganz schlimm: ein dummes "Aber die müssen doch spiiiiiielen!!!") trotz Hinweis torpedieren. Sie wissen, was ich meine - mein persönlicher Dank geht da an 3 freilaufende Airedales mitten im Wald...